Euphorbia aeruginosa

Euphorbia aeruginosa wurde 1935 von Herold Georg Wilhelm Johannes Schweickerdt beschrieben. Aeruginosa kommt aus dem Lateinischen und bedeutet »Grünspan«, was auf die Farbe der Epidermis zurückzuführen ist. Die Art ist im Nordosten der Republik Südafrika in Mpumalanga heimisch, Dort wächst sie zwischen Felsspalten, in einer Höhe von 305 bis 885 Metern über dem Meeresspiegel. Auch wenn man in Kultur meist kleinere Exemplare sieht, können sie eine Höhe von über 40 cm erreichen. Die Wurzeln bilden einen knorrigen, holzigen Stamm, aus dem die Äste wachsen.

Die Zweige sind bläulich-grau, und mit langen bräunlichen Stacheln versehen. Mit der Zeit verzweigen diese Sukkulenten, oft schon am Boden, aber auch im oberen Bereich. Die Blütenstände sind sogenannte Scheinblüten (Cyathia) mit einer kräftigen Gelbfärbung, 3–4 mm Durchmesser und einem dicken dreifachen Fruchtknoten. Eine pflegeleichte Pflanze, die kaum besondere Ansprüche an das Substrat stellt. Auch im Winter sollte je nach Temperatur ein wenig gegossen werden. Wintertemperaturen frostfrei, obwohl diese Sukkulente laut Literatur auch etwas Frost vertragen soll. Vermehrung durch Samen und Stecklinge. Bei der Vermehrung durch Stecklinge den Milchsaft in Wasser auswaschen, den Trieb eine Woche lang trocknen lassen und dann in Vogelsand bewurzeln. Der Milchsaft darf nicht auf die Schleimhäute oder in die Augen gelangen, er ist leicht ätzend.

Sonchus congestus

Die heute vorgestellte Pflanze gehört nicht in das Reich der Sukkulenten, aber sie passt sehr gut zu unserem Vortrag am 17. Februar 2023 von Wolfgang Borgmann ‚Im wilden Westen der Kanaren‘.
Sonchus congestus stammt ebenfalls von den Kanarischen Inseln.
Auf Gran Canaria und Teneriffa wird die sogenannte Baum-Gänsedistel bis zu einem Meter hoch.

Unser Exemplar, das schon viele Jahre alt ist, im Topf gerade mal die Hälfte.
Sie wäre wahrscheinlich höher, wenn wir nicht einem Bericht gefolgt wären, der besagte, dass die Pflanze im Sommer draußen sonnig und im Winter trocken und kühl stehen sollte.

Der knorrige Stamm von Sanchus congestus©Kaktusmichel.de

Der Strauch passt in unsere Sukkulenten-Sammlung, weil er einen schönen knorrigen Stamm bildet. Und natürlich erfreuen wir uns während der blütenarmen Zeit über die großen gelben Blumen im Februar.

Die Blüten von Sanchus congestus©Kaktusmichel.de

Wie bereits erwähnt, haben wir die Pflanze, die zu den Astern gehört, im Sommer immer in den Garten gestellt und im Winter unter den Tisch bei 6-8 °C, fast trocken. Dadurch fielen oft alle Blätter ab, aber sie trieb im Frühjahr wieder aus.
In den Jahren 2022/23 haben wir es anders gemacht. Im Sommer stand sie wieder im Freien, aber nicht an einem so sonnigen Standort, sondern im Halbschatten.
Leider haben wir im Winterquartier eine tropfende Stelle am Dach. Sodass wir uns entschlossen, den Sanchus unter diese Tropfbewässerung zu stellen, so saugte er genug Wasser auf und hielt die Kakteen so gut wie trocken.
Trotz der nächtlichen Temperaturen von 4–6 Grad trieb er kräftige Blätter und einige Blüten aus.
Wir denken, er ist glücklich 😊😂

Im ‚Wilden Westen‘ der Kanaren

Am Freitag, dem  17. Februar 2023 um 19:30 Uhr, gibt es einen Zoom-Vortrag von Wolfgang Borgmann „Im Wilden Westen der Kanaren“, den wir im Vereinsheim gemeinsam verfolgen, aber auch für zu Hause anbieten.
Wer also die heimischen vier Wände der Gesellschaft im Stadtheim vorzieht, kann dies ausnahmsweise im Februar genießen.

Der Lorbeerwald in El Hierro©Wolfgang Borgmann

Hier die Vorstellung des Vortrags, mit den Worten unseres Referenten Wolfgang Borgmann:

Die westlichen Kanaren (Teneriffa, La Gomera, La Palma und El Hierro) sind die jüngsten dieser Inselgruppe. Hier gibt es die höchsten Gipfel, steile Felswände, tief eingeschnittene Schluchten und entsprechend vielfältige Lebensbedingungen.

La Gomer©Wolfgang Borgmann


Vor allem auf den kleinen Eilanden, aber auch auf Teneriffa, der größten und vermeintlich komplett touristisch erschlossenen Insel, gibt es generell sehr viel unberührte Natur.

Ein Aeonium sedifolium in La Palma©Wolfgang Borgmann

Nicht umsonst findet man hier 3 der insgesamt 4 kanarischen Nationalparks und alle Inseln außer Teneriffa UNESCO Biosphären-Reservate!

Dracaena draco der Drachenbaum auf La Palma ©Wolfgang Borgmann

Mit Ausnahme der höchsten Lagen haben sich in all diesen Lebensräumen sukkulente Vertreter verschiedener Pflanzenfamilien ihre Nischen erobert oder sie dominieren sogar ganze Vegetationszonen.

Echium wildpretii auf Teneriffa ©Wolfgang Borgmann


Bei Touren von den Küsten über den Sukkulentenbusch, durch Nebelwälder bis hinauf in alpine Zonen werde ich vor allem diese Sukkulentenwelt, aber auch andere Pflanzen, Tiere und etwas kanarische Kultur vorstellen – auch die kann ziemlich wild sein …

©Wolfgang Borgmann

Also wir können uns auf einen schönen Vortrag freuen, anhand der tollen Vorabbilder in diesem Blogbeitrag steigt schon die Spannung.
Der Eintritt zum Vortrag in unserem Vereinsheim ist natürlich kostenlos. Den Link zum Zoom-Vortrag gibt es rechtzeitig per Mail für unsere Vereinsmitglieder.

Eine Euphorbia canariensis auf Teneriffa©Wolfgang Borgmann