Am Freitag, dem 20.03.2026 gibt es einen ZOOM-Vortrag um 19.30 Uhr
Der Vortrag Gartenimpressionen kann sowohl im Vereinsheim in der Darmstraße 4a in Darmstadt angeschaut werden oder über den PC von zu Hause aus.
Vorwort von Helga Januschkowetz zu ihrem Vortrag Gartenimpressionen:
Meine Begeisterung für einen Garten wurde bereits als Kind gelegt. Ich mochte die vielen verschiedenen Blüten darin und die Früchte zum Naschen. Sowohl meine Großeltern, als auch meine Eltern hatten einen Garten. Wobei der Nutzgarten einen Großteil ausmachte und nur schmale Rabatten mit Zierpflanzen angelegt waren. Ich verbrachte viel Zeit damit, die Blüten zu bewundern und daran zu schnuppern. Ohne einen Garten könnte ich mir mein bzw. unser Leben nicht vorstellen.
Ich mag Kälte, Nebel und Schnee, doch wenn im Garten die ersten Blüten spitzen, dann gilt meine volle Aufmerksamkeit ihnen. Abgelenkt wird mein Blick nur von Insekten und anderen Tieren.
Es gibt verschiedene Gründe und Vorlieben einen Garten anzulegen. In dem Vortrag Gartenimpressionen wird ausführlich darüber gesprochen.
Am Freitag, den 20. Februar 2026, ab 19:30 Uhr findet in unserer Ortsgruppe ein Grundlagenvortrag statt. Volker Schmitt, ein äußerst erfahrener Kenner und Pfleger von Kakteen und anderen Sukkulenten, wird uns erklären, wie wir Kakteen selbst aussäen können. Dabei bietet sich auch die Gelegenheit, einige Samen zu erhalten oder Samen von Kakteen und Sukkulenten mit anderen Vereinsmitgliedern zu tauschen.
Hier ein kleiner Vorgeschmack auf das Thema:
Aussaat von Kakteen – Schritt für Schritt zum Mini-Wüstenparadies
Kakteen sind faszinierende Pflanzen, die mit wenig Wasser viel Geduld belohnen. Die Aussaat erfordert etwas Aufmerksamkeit, lohnt sich aber mit kleinen, perfekt entwickelten Jungpflanzen. Hier eine verständliche Anleitung, um sicher und erfolgreich zu starten.
Warum aussäen?
Eine Sammlung aufbauen oder erweitern
– Pflegebedürfnisse beachten für einen Erfolg
Samen aus der eigenen Sammlung nutzen für Nachzuchten
Hybriden züchten
Samen erzeugen
Die Bestäubungspartner müssen bekannt sein um genetisch verlässliches Saatgut zu erzeugen: Vater (Pollenspender) und Mutter (Samenträger) definieren das Kind.
Samen ernten
Die Ernte des Samens ist unterschiedlich, je nach Art des Fruchtkörpers.
Trockene Früchte reißen auf, so dass sich der Samen verteilt.
Samen in Beeren feucht oder getrocknet entnehmen.
Bei Früchten mit sehr viel Fruchtfleisch die Samen auswaschen.
Wegspringende oder -fliegende Samen einfangen.
Samen besorgen
Anfänger sollten mit pflegeleichten Arten beginnen, z. B. Trichocereus, Echinopsis, Mammillaria oder Ferocactus.
Achte darauf frisches Saatgut zu erhalten.
Kakteenfreunde in Vereinen geben gerne Samen ab, auch die DKG verteilt Samen gegen eine Spende.
Händler bieten ein breites Angebot.
Aussaat-Zeitpunkt
März, April oder Mai bieten die richtige Temperatur von 20 – 28°C und Licht zum Keimen der Sämlinge.
Je früher die Aussaat startet, desto länger können die Sämlinge wachsen. Dies bedingt jedoch eine technische Unterstützung um die notwendigen Klimabedingungen zu erzeugen. Ein Aufzuchtgewächshaus mit Heizung und Beleuchtung sind notwendig.
Samen vorbereiten
Der kleinste Rest von Fruchtfleisch (Zucker) kann eine Bildung von Pilzen fördern.
Gut gereinigtes Saatgut sollte keine anhaftenden Fruchtfleischreste haben. Um aber sicherzugehen kann eine Desinfektion mit Trocken- oder Nassbeizmitteln erfolgen. Anschließend muss auf Löschpapier bei Raumtemperatur wieder getrocknet werden.
Substrat und Behälter
Verwende ein gut durchlässiges Substrat
Eine Mischung aus 50% Blumenerde mit 50% feinem (1 – 3 mm) Sand oder Bims.
Oder (meine Empfehlung) für Pilz-empfindliche Arten ein rein mineralisches Substrat aus Bims, Lavamulch und Zeolith oder ähnliches Material wie Sand oder Ton.
Frisches oder sterilisiertes Substrat (insbesondere Blumenerde) verringert das Risiko von Pilzbefall.
Bei feinen Samen kann eine dünne Lage Sand als Grundlage helfen.
Saubere oder sterile Anzuchttöpfe in einer Aussaatschale mit durchlässiger Abdeckung (mit verstellbarer Lüftung) bieten eine gute Versorgung mit Feuchtigkeit, Luft und Licht.
Einzelne Töpfe erleichtern bei Problemen (Pilz) das Entfernen oder den Zeitpunkt zum Pikieren frei zu wählen.
Wässern
Die Aussaatschale von unten mit Leitungswasser anstauen. Regenwasser eignet sich weniger, da es meist verunreinigt (Pilz- oder Moossporen, Algen) ist.
Um den Feuchtigkeitsnachschub zu gewährleisten ist in der Schale ständig etwas Wasser notwendig. Über die Abzugslöcher der Töpfe kommt Wasser an das Substrat, das es durch Kapillarkraft nach oben saugt bis zur Sättigung.
Eine Schachtelhalmlösung hat die Eigenschaft Pilze zurückzudrängen und die pflanzeneigenen Abwehrkräfte zu mobilisieren. Alle 6 – 8 Wochen einmal spritzen.
Samen ausstreuen
Die Samen dünn auf die Oberfläche des angefeuchteten Substrats streuen. Kakteensamen benötigen Licht zum Keimen, daher sollten sie nicht oder (größere Samen) nur wenig mit Quarzsand bedeckt werden. Quarz hindert im weiteren Verlauf Moose und Algen vor der Ansiedlung und der Wurzelhals trocknet in ihrer Umgebung nach dem Wässern gut ab.
Größere Samen leicht andrücken, sodass sie mindestens zu 2/3 von der Erde umschlossen sind.
Um die Feuchtigkeit zu halten, die Töpfe in klare Plastikfolie (Zip-Beutel, Fleischer-Methode) stecken, die Schale mit einer Glasplatte mit Distanz-Hölzchen abdecken oder ein Anzuchtgewächshaus mit verstellbarer Lüftung verwenden.
Auflaufphase
Die Temperatur zwischen 20 – 28°C halten. Die Aussaatkiste niemals in die pralle Sonne stellen. Das Austrocknen oder Überhitzen des Samens oder des Keimlings führt zum Tod.
Nach dem Keimen, meist nach 1 – 4 Wochen, lüften, um Schimmel-Pilz-Entwicklung zu vermeiden.
Nach der Keimung werden die kleinen Pflänzchen trockener gehalten. Bewässerung nur wenn das Substrat vollständig trocken ist. Vermeide Staunässe – Wurzelfäule ist einer der häufigsten Gründe für Verluste.
Problembehandlung
Wenn einzelne Pflanzen die Farbe verlieren, etwas bräunlich-glasig werden und zusammenfallen. Fall sich das Phänomen sogar ausbreitet, sollte rasch gegen den Vermehrungspilz gehandelt werden. Den Topf aus der Schale nehmen um eine Ausbreitung zu verhindern. Mit einem Löffel die Erde mit den betroffenen Sämlingen abheben und entfernen. Zur Desinfektion kann Holzkohlepulver aufgestreut werden. Die Behandlung mit einem Pilzmittel kann eine Ausbreitung vermeiden, aber nicht immer.
Abhärten
Nach dem Keimen benötigen junge Kakteen viel Licht. An einen hellen Ort stellen, idealerweise mit indirektem Sonnenlicht.
Drei Monat nach Keimbeginn darf die Abdeckung ganz entfernt werden und die Sämlinge sollten nach jeder Wassergabe 2 – 5 Tage trocken stehen, ehe wieder gewässert wird.
Umpflanzen (Pikieren, Substratanpassung)
Wenn viel zu eng ausgesät wurde, können sehr schnell wachsende Arten schon im ersten Jahr in Schalen oder einzelne Töpfe vereinzelt oder pikiert werden. Die Pflanzlöcher bohre ich mit einem spitzen Rundholz. Ich verwende zum Halten der kleinen Pflanzen eine 12 cm lange Pinzette mit abgerundeter Spitze.
Nach etwa einem Jahr, wenn die Sämlinge groß genug sind (1/2 bis 1 cm), können sie vorsichtig in eigene Töpfe umgepflanztwerden.Ich verwende zum Halten eine 30 cm lange Pinzette mit abgerundeter Spitze.
Das Angießen der Sämlinge erfolgt eine Woche nach dem Pikieren.
Erfahrungen dokumentieren
Kakteen wachsen langsam. Hab Geduld, fotografiere regelmäßig undgenieße jeden kleinenFortschritt.
Dokumentiere fotografisch die einzelnen Phasen der Aufzucht und die auftretenden Probleme, damit du aus jederAussaat dazulernst.
Fazit:
Mit einem gut vorbereiteten Substrat, sorgfältiger Aussaat und aufmerksamer Pflege gelingt eine erfolgreiche Kakteen-Aussaat. Genieße den Prozess, und schon bald zeigen sich kleine, stolze Sämlinge, die später zu prächtigen Exemplaren in deiner Sammlung werden.
Am 17. Oktober 2025 ab 19:30 Uhr lädt die Ortsgruppe der Kakteenfreunde Darmstadt alle Pflanzenliebhaber zu einem besonderen Vortrag ein. Der erfahrene Staudengärtner Thomas Eidmann aus Semd präsentiert den Titel: Submediterrane Dornenpolster und europäische Steppen – Ökosysteme im Fokus.
Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der submediterranen Dornenpolster und der europäischen Steppen. Wir entdecken charakteristische Lebensgemeinschaften, ihre Verbreitung, Klima- und Bodenbedingungen sowie die Anpassungsstrategien der Pflanzen an den Klimawandel.
Erfahren Sie, wie diese ökologischen Nischen zusammenhängen, welche Dorn- und Strauchvegetationen dominieren und welche Bedeutung sie für Biodiversität, Wasserhaushalt und Bodenstabilisierung haben.
Der Vortrag präsentiert spannende Beispiele aus verschiedenen Regionen Europas und zeigt, wie wir solche einzigartigen Lebensräume auch in unseren Gärten integrieren können.
Der Eintritt ist frei, und alle sind herzlich willkommen! Kommt vorbei und lasst euch von den wunderbaren Eindrücken dieser einzigartigen Landschaften inspirieren. Wir freuen uns auf euch!
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