Euphorbia aeruginosa

Im Winter muss man schon etwas mehr im Sukkulentenhaus suchen, um eine blühende Pflanze zu finden.
Dazu gehört das heute vorgestellte Wolfsmilchgewächs.
Euphorbia aeruginosa wurde 1935 von Herold Georg Wilhelm Johannes Schweickerdt beschrieben.
Aeruginosa kommt aus dem lateinischen und bedeutet ‘Grünspan’, was auf die Farbe der Epidermis zurückzuführen ist.

Heimat und Standort im Nordosten der Republik Südafrika in Mpumalanga,
Auf einer Höhe von 305 bis 885 Meter über dem Meeresspiegel, zwischen Felsspalten.

Euphorbia aeruginosa©Kaktusmichel.de
Euphorbia aeruginosa©Kaktusmichel.de


Auch wenn man in Kultur meist kleinere Exemplare sieht, können sie eine Höhe von über 40 cm erreichen.
Die Wurzeln bilden einen knorrigen, holzigen Stamm, aus dem die Zweige wachsen.
Die Äste sind bläulich-grau, verzweigend und mit langen bräunlichen Dornen.
Eine Verzweigung erfolgt oft schon im Boden manchesmal auch im oberen Bereich.
Die Blütenstände sind sogenannte Scheinblüten (Cyathien) kräftig gelb ausgefärbt mit einem Durchmesser von 3 – 4 mm und einem dicken dreifächrigen Fruchtknoten.

Es ist eine leicht zu pflegende Pflanze, die an das Substrat kaum besondere Ansprüche stellt.
Auch im Winter sollte etwas gegossen werden und das je nach Temperatur.
Wintertemperatur im Plusbereich, obwohl diese Sukkulente nach Literaturangaben auch etwas Frost vertragen soll.
Weitervermehrung über Samen und Stecklinge.
Bei der Stecklingsvermehrung, den austretenden Milchsaft an der Schnittfläche in Wasser auswaschen und anschließend den Trieb eine Woche trocknen lassen. Danach am besten in Vogelsand bewurzeln.
Den Milchsaft nicht auf Schleimhäute oder in die Augen bringen, er ist leicht ätzend.

Senecio rowleyanus

Eine sehr variable Art die mit mehreren botanischen Namen glänzt, möchte ich heute vorstellen. Es ist es eine Form von Senecio radians oder ist es herreanus oder bleiben wir bei dem Namen Senecio rowleyanus?
Keiner weiß es so genau, fest steht diese Pflanzen gibt es mit  kreisrunden Kugelblättern und bis fast ovalen Laub, mal mit langer Spitze oder kleiner Spitze an den Blättchen…egal sie ist hübsch anzuschauen.

Die Blättchen von Senecio rowleyanus©Kaktusmichel

Auch im deutschen hat sie mehrere Namen Perlenschnur, Erbsenpflanze oder für die katholischen Gegenden Rosenkranzpflanze. In ihrer Heimat Afrika wächst sie kriechend in Kultur am besten in einem Hängetopf. Die Blüte ist sehr filigran gebaut wie es sich für einen Korbblütler gehört und duftet wunderbar nach Nelken. So richtig passend für die Weihnachtszeit, in der sie oft blüht.

Senecio rowleyanus in Blüte©DornenProjekt.de

Dazu ist sie noch sehr pflegeleicht ihr genügen im Winter 6°C, sie sollte während dieser Zeit sogar leicht gegossen werden, wird sie sehr wenig gegossen schrumpfen nämlich die Blätter stark ein.
Aber mit der ersten Wassergabe haben sie wieder ihre pralle Form.
Sie können im Sommer gut im freien untergebracht werden vertragen nach einer kurzen Eingewöhnung auch volle Sonne.
Weitervermehrung ganz einfach, man legt einen Teil dieser Perlenschnur auf die Erde und sie wurzeln einfach wieder an. Aber auch wenn sie wie leckere Erbsen aussehen sie sind nicht zum Verzehr geeignet, sondern sind sogar leicht giftig.

Die Gattung Faucaria

Die Gattung Faucaria gehört zu den Mittagsblumengewächsen (Aizoaceae).
Erstbeschrieben durch Gustav Schwantes, im Jahre 1926.
Der Gattungsname kommt von dem lateinischen
Begriff faux für „Rachen“, da bei einigen Pflanzen dieser Gattung
die Blätter durch ihre Randverzahnung wie ein aufgesperrter Rachen aussehen.

Faucaria tigrina, der sogenannte Tigerrachen©Helga Januschkowetz


Zurzeit sind etwa 8 Arten bekannt. An deren kurzen Stängeln befinden sich kreuzgegenständige Blätter, die an
der Basis verwachsen sind. Diese Blätter (4 bis 6 an einem Spross) sind matt-grün bis graugrün, oft etwas fleckig und teilweise oben mit unregelmäßigen Warzen besetzt.

Faucaria tuberculata, die kleine Warzen auf der Blattoberseite gaben ihr den Namen “mit Tuberkeln besetzt” ©Kaktusmichel


Ihre Unterseite ist glatt, dickfleischig, im Querschnitt meist dreikantig, die Ränder gelegentlich mit weißer Zeichnung, mit mehr oder weniger langen, weichen, Zähnchen besetzt. Die Blüten dieser Gattung sind recht groß, meist gelb, selten weiß oder rosa.

Faucaria candida mit weißer Blüte©Kaktusmichel.de


Durch Sprossung entstehen mit der Zeit größere Gruppen. Die Pflanzen haben dicke Rhizome oder Pfahlwurzeln. Ihre Blütezeit beginnt etwa im August und endet im November. Sie öffnen erst am Nachmittag die Blüten und schließen abends wieder. Mit jedem Öffnen, das sich 3 bis 4 Tage lang wiederholt, wächst die Blüte weiter. Die Früchte haben fünf Kammern, selten auch mal 6.

Faucaria tigrina©Helga Januschkowetz


Vorkommend sind sie in Südafrika vom Westkap bis zum Ostkap. Dort wachsen sie in steinigem Geröll bei etwas mehr als 200 mm Niederschlag im November und im März.

Faucaria felina©Kaktusmichel.de


In Kultur sind die Pflanzen recht einfach zu pflegen. Als Substrat am besten eine durchlässige Erde mit wenig oder keinem Humus verwenden.
Bei kühler, trockener Überwinterung mit Nässeschutz
wird kurzzeitig etwas Frost vertragen. Die Vermehrung erfolgt aus Samen oder über Stecklinge.