Pflanze des Monats Mai

Strombocactus disciformis

Strombocactus disciformis © Ludwig Daum

In der Familie der Kakteen ist Strombocactus disciformis die einzige Pflanzenart dieser montypischen Gattung. In seiner Heimat Mexiko wächst Strombocactus disciformis meist in Spalten an steilen, fast senkrechten Felsen in Höhen bis 1600 m NN. Die Pflanzen gelten an ihrem Standort als gefährdet und sind im Anhang 1 der CITES gelistet.

Strombocactus disciformis in voller Blüte©Kaktusmichel.de

 

Es werden zwei Unterarten geführt, zum einen der Strombocactus disciformis ssp. disciformis mit weiß- bis cremefarbigen Blüten sowie die ssp. esperanzae, deren Blüten in einem magenta-Farbton erscheinen.

Strombocactus disciformis ssp. esperanzae © Ludwig Daum

Die Kultur ist in einem möglichst rein mineralischen Substrat mit wenig Wasser- und Düngergaben recht einfach. Eine trockene und kühle Überwinterung bei 5-10°C ist für eine gute Blütenbildung förderlich. Die Blütezeit beginnt Mitte April und dauert bis in den Mai an.

Die Aussaat erfolgt am besten nach der „Fleischer“-Methode, um die empfindlichen und langsam wachsenden Sämlinge längere Zeit in einer sterilen Umgebung vor Pilzbefall und Vermoosung zu schützen.

Aussaat nach der „Fleischer“-Methode © Ludwig Daum

 

Pflanze des Monats April

Trichodiadema densum

Trichodiadema densum ©Rainer Wiest

Beschreibung

Trichodiadema densum ist einer der bekanntesten Vertreter der Gattung Trichodiadema. Es handelt sich dabei um eine recht kleine Gattung mit nur wenigen Arten. Die Zugehörigkeit zur Familie der Mittagsblumengewächse (Aizoaceae) lässt sich klar an den charakteristischen und sehr farbintensiven Blüten erkennen. An einem vollsonnigen Tag mit Temperaturen im Gewächshaus um etwa 30 °C öffnen sich die Blüten während der Mittagszeit für 2 bis 3 Stunden. Ist die Sonnenintensität jedoch zu gering, bleibt der Blick auf die gelben Staubgefäße im Blüteninnern verwehrt, da sich die Blüten in diesem Fall nicht öffnen. Insgesamt handelt es sich um eine sehr gutmütige und pflegeleichte Pflanze, die ideal für Anfänger ist.

Trichodiadema densum ©Rainer Wiest

Standort

Der Standort sollte ganzjährig hell sein, um den kompakten Wuchs zu erhalten und zu fördern. Es empfiehlt sich ein Aufenthalt im Freien, da Stauhitze weniger gut vertragen wird. An gut belüfteten Standorten ist Mittagssonne unproblematisch. Gelegentliche Regenschauer werden toleriert und sind für einen gesunden Wuchs eher förderlich. Nur bei längeren Regenperioden ist ein Schutz angebracht, um zu verhindern, dass es zu Fäulnis kommt. Sinken im Herbst die Temperaturen auf 5 °C, erfolgt der Umzug ins Winterquartier.

Gießen

Mit steigenden Temperaturen und zunehmender Sonnenintensität ist durchdringend zu gießen. Hierzu kann die Pflanze auch kurzzeitig in einem Eimer Wasser eingetaucht werden. Staunässe ist jedoch zu vermeiden. Bevor erneut gegossen wird, ist darauf zu achten, dass der Wurzelballen komplett austrocknet.

Düngen

Die Versorgung mit Nährstoffen lässt sich einfach durch die Gabe von Kakteendünger sicherstellen. Bewährt hat sich die Verdünnung der angegebenen Menge auf etwa die Hälfte. Dies wird in der Hauptsaison zwei Mal im Abstand von etwa zwei Monaten dem Gießwasser beigemischt. Ein hoher Anteil an Eisen sorgt für sattes Grün. Hierfür kann dem Kakteendünger einmal zu Beginn der Saison auch eine abgeschwächte Dosis Eisendünger beigemischt werden.

Substrat

Diesbezüglich ist die Gattung Trichodiadema anspruchslos. Ein durchlässiges, mineralisches Substrat mit etwas Humus sorgt für gesunde Wurzeln und garantiert kräftiges Wachstum.

Überwintern

Das Winterlager sollte ebenfalls hell sein und die Temperaturen dort um ca. 5-10 °C liegen. Es erübrigt sich das Düngen und weitestgehend auch das Gießen. Steigen die Temperaturen über 15 °C empfiehlt sich eine geringe Menge Wasser. Gelegentliches Sprühen beugt Anzeichen von Trockenheit und Spinnmilben vor. Zusätzlich ist für ausreichend Luftbewegung zu sorgen.

Trichodiadema densum ©Rainer Wiest

Pleiospilos nelii

Währen alle Pleiospilos im Herbst blühen erfreut uns die Art nelii auch
´Lebender Granit` genannt, im zeitigen Frühjahr mit seiner Blüte.

Pleiospilos nelii in Blüte ©Kaktusmichel.de

Der Name Pleiospilos setzt sich aus den griechischen Worten Pleio für viele und pilos für Flecken zusammen. Nelii nach Prof.G.C.Nel nach dem die Pflanze 1930 beschrieben wurde.
Die Gattung Pleiospilos gehört zu den Mesembryanthemaceae / Aizoaceae sie öffnet am späten Nachmittag, schließt aber abends wieder.
Ihre zart duftende Blüte öffnen dann noch 2-3 Tage ehe sie verblüht.

Verblühte Pleiospilos nelii©DornenProjekt.de

Der Naturstandort ist in der lichten Karoo Steppe an der Grenze zwischen West-und Ostkap. Sie treten meist in kleinen Populationen oder vereinzelt über die Steppe verstreut auf. Sie stehen in semi-ariden Gebieten, mit einer Niederschlagsmenge von 150 bis 300 mm Regen pro Jahr. Der meiste Regen fällt am Standort im Sommer und nur gelegentlichen im Winter.
Das bedeutet für Deutschland wir gießen auch im Winter und über Sommer etwas sparsamer.

Pleiospilos nelii mit Knospe©DornenProjekt.de

Die Pflanzen sind leicht aus Samen zu ziehen aber auch eine Teilung von Gruppen ist möglich. Substrat sehr durchlässige Erde mit höherem Sandanteil.