Schlumbergera x buckleyi

Den meisten ist dieser Kaktus als Weihnachtskaktus bekannt.

Der Ursprung dieser Hybriden ist einesteils die botanische Art Schlumbergera truncata und und als zweites S. russeliana. Vorkommend im nördlichen Teil von Rio de Janeiro, San Paulo und dem Orgelgebirge in Ostbrasilien, in Höhenlagen von 1500 m bis über 2000 m. Dort sind es sogenannte Aufsitzerpflanzen, mit anderen Worten, sie wachsen epiphytisch auf Bäumen oder Felsen in Humusansammlungen.

Der Ursprung war eine Kreuzung zwischen Schlumbergera russeliana und Schlumbergera truncata. Bekannt ist diese Züchtung seit etwa 1840, der ‘Vater’ dieser Hybriden war W. T. Buckley aus England. Folgerichtig der Name ‘Schlumberger x buckleyi’, wobei das ‚x‘ für Hybride steht.

Diese Pflanze ist der eigentliche „Ur-Weihnachtskaktus“, aber sie wird nur noch selten in den Sammlungen gepflegt.
Die Massenware unter dem Trivialnamen Weihnachtskaktus, ist heutzutage eine Auswahl- und Zuchtform, die aus dieser alten Hybriden entstanden ist.

Es wurde bei diesen Kultivaren mehr auf den aufrechten und stabilen Wuchs, Blühwilligkeit und -farbe geachtet.
Die alten Formen hatten eher hängende Triebe und waren empfindlicher. Auch wurden die Zweige und Knospen beim Umstellen an einen anderen Platz oft abgeworfen.
Strauchartig verzweigter Wuchs. Die Sprossglieder blattartig, flach und am Rand eingekerbt oder leicht gezahnt, mit einer Länge von bis zu 3,5 cm und einer Breite von 2,5 cm. Diese Stämme sind in einzelne Abschnitte unterteilt, botanisch als Phyllokladien bezeichnet. Am Ende der Glieder sind nur schwach ausgeprägte Areolen in Gruppen angeordnet. Daraus entwickeln sich feine borstenartige Dornen, die Blüten und auch die weiteren Phyllokladien.

Die Blütenblätter verwachsen im unteren Bereich zu einer Blütenröhre. Im oberen Teil trennen sich diese dann und sind leicht zurückgebogen. Die Blütenkrone ist etwas schief angeordnet, dies heißt zygomorph. Je nach Dominanz der eingekreuzten Art können die Blüten auch mehr radiär ausgebildet sein und weniger zygomorph.
Größe der Blüte: Etwa 6 cm lang bei einem Durchmesser von 4 cm. Blütenfarben mit allen Zwischentönen (diese werden auch durch Temperaturen beeinflusst) von weiß, über gelb, orange, rosa und rot.
Blütezeit zwischen Dezember und Januar. Die Frucht ist rot und schwach kantig.
Die Hauptwachstumszeit erfolgt an sogenannten Langtagen (April – August) mit 14–16 Stunden Licht, bei Temperaturen über 20 Grad. Im Gegensatz dazu die Blütenbildung an Kurztagen (Oktober – November) mit 8 – 9 Stunden Helligkeit, bei etwa 15 Grad. Nach der Blüte werden diese Kakteen etwas trockener gehalten. Sobald die ersten Knospen zu sehen sind, solltest du wieder mehr gießen.
Diese Pflanze fühlen sich im Sommer an einem halbschattigen Platz im Garten wohl.
In der Wohnung mag sie somit im Sommer keine volle Sonne, sondern eher einen Platz an einem Ost oder Nordfenster.
Während der Blüte am besten an einem kühlen, hellen Platz stellen (15 – 18 Grad).

Wer sein Substrat selber anmischst möchte, kann dies aus lockerer Kakteenerde mit erhöhtem Humusanteil tun. Gerne auch mit einer geringen Menge Lehm.
Umtopfen solltest du alle 2–3 Jahre, nach der Blüte.
Da hartes Gießwasser nur schlecht vertragen wird, bitte wenn möglich mit Regenwasser gießen.
Das Düngen nicht vergessen und Staunässe vermeiden.

Wenngleich du diese Kakteen auch aus Samen vermehren kannst, dies ist aber langwierig. Abgesehen davon, wenn du keine neuen Kreuzungen erzielen willst, solltest du  auf Stecklinge zurückgreifen.
Diese gewinnst du aus einem Stamm mit 3 bis 4 Gliedern, die nach kurzem Abtrocknen in leicht feuchtem Torf-Sandgemisch, bei 20–24 Grad, schnell bewurzeln.

Euphorbia cap-saintemariensis

Die Heimat dieser endemischen Sukkulente ist in Süd-Madagaskar, bei Cap Sainte Marie, der Fundort verlieh ihr auch den Namen
Sie bildet eine sehr große Rübenwurzel aus. Die dafür verantwortlich ist, dass Caudex-Liebhaber die Pflanze gerne sammeln.

Euphorbia cap-saintemariensis
Euphorbia cap-saintemariensis©DornenProjekt.de


An einem sehr hellen, warmen Standort behält sie ihren gedrungenen Wuchs der Triebe bei. Die Wurzelrübe kann bis 30 cm lang werden und 10 cm im Durchmesser erreichen. An den Ästchen, wo sie Blätter verloren hat, bleiben silbergraue, steife Borsten übrig. Sie verleihen der Pflanze ihr einzigartiges Aussehen.

Euphorbia cap-saintemariensis©DornenProjekt.de

 

Pflege: Die Temperatur sollte die 15 °C möglichst nicht unterschreiten. Substrat, durchlässige Kakteenerde. Während der Wachstumszeit von März bis Oktober immer etwas feucht halten damit die Rübe weiteren Zuwachs bekommt, lange trocken Fasen werden durch Laubabwurf und Wachstumsstörungen angezeigt. Im Winter nur schwach feucht halten, damit sie nicht weiter wachsen kann, das Substrat sollte aber auch hier nicht für längere Zeit austrocknen.

Die grauen Äste von Euphorbia cap-saintemariensis©DornenProjekt.de


Die Pflanzen ertragen zwar auch eine völlig trockene Überwinterung, haben dann aber im Frühjahr Anlaufprobleme, da sie erst ein neues Wurzelsystem ausbilden müssen.
Vermehrung über Samen oder Stecklinge.

Lithops localis

Viele kennen Sukkulente Pflanzen mit dem Namen „Lebende Steine“.

Der Gattungsnamen Lithops setzt sich zusammen aus den griechischen Worten lithos für „Stein“ und opsis für „Aussehen“, was somit bedeutet: „sieht aus wie ein Stein“.

Lithops localis©Kaktusmichel.de

 

Diese Mimese, also die Anpassung an die Steine ihres Umfeldes, dient dazu sich vor Fressfeinden zu schützen.

Zwar gibt es im afrikanischen Museum von Johannisburg eine Zeichnung eines Lithops, von W. J. Burchell 1811 angefertigt, aber Nicholas Edward Brown benannte diese Gattung erst 1922 gültig.
Das Verbreitungsgebiet ist recht groß, es gibt sie in Südafrika, Namibia und Botswana, wo sie in Quarzkies-Schotter wachsen.

Es sind schon mindestens 40 Arten von Lithops bekannt. Diese Pflanzen setzen sich aus zwei verwachsenen Blättern (Loben) zusammen, die wie ein geteilter Kegel aussehen, in Fachkreisen auch Kopf genannt.

Sie werden durch einen Spalt getrennt. Der obere Teil dieser Loben ist mehr oder weniger von durchsichtigen Bereichen durchsetzt, man nennt sie Fenster.

Lithops localis wird auch oft unter dem Artnamen terricolor aufgeführt.
Es handelt sich um eine Sukkulente aus der Familie der Aizoaceae.

Lithops localis©Dornenprojekt.de

Lithops localis kommt in einem Sommerregengebiet der südlichen Karoo-Region in Südafrika vor. Sein Hauptverbreitungsgebiet erstreckt sich in einem Ost-West-Gürtel durch die Kleine Karoo und im angrenzenden Teil der Großen Karoo im Norden, dort ist er die einzige Lithops Art die dort verbreitet ist

Fundorte sind meist zwischen Felsen oder im Schatten anderer Pflanzen.

Aus der Gattung Lithops gehört localis zu den Arten, die am einfachsten zu pflegen sind.
Das Substrat sollte rein mineralisch sein und gut durchlässig.
In der Natur ertragen die Pflanzen Höchsttemperaturen von über 50 °C und Tiefsttemperaturen, die

kurzzeitig an die -5 °C gehen können.

In Kultur überwintern sie am besten trocken bei 5 bis 10 °C. So stoppt das Wachstum in der Lichtarmen Zeit. Wichtig ist während der Vegetationszeit den hellsten Platz mit der besten Lichtausbeute anzubieten, sonst vergeilen die Pflanzen und sehen aus wie Pilze. Optimal ist es, wenn die Loben nur wenig aus dem Substrat herausragen.
Gedüngt wird nur einmal im Jahr und dann nur die Hälfte der angegebenen Düngermenge.

Die Hauptwachstumszeit beginnt ab Ende August bis in den Oktober hinein, dann sind die Vorjahresloben schon eingetrocknet (verbraucht) und es haben sich ein oder auch zwei neue Blattpaare ausgebildet. Jetzt können wir wieder etwas kräftiger gießen. Von April bis Juli nur sparsam und von November bis März gar nicht gießen. Bei guter Pflege kann solch eine Pflanze mit der Zeit größere Polster bilden und über 50 Jahre alt werden. Die Vermehrung erfolgt durch Samen oder auch durch Abtrennen einzelner Loben und deren Bewurzelung.