Epiphyllum Hybriden

In Ermangelung der persönlichen Treffen im Vereinsheim, veranstalten die Kakteenfreunde Darmstadt einmal im Monat einen virtuellen Vereinsabend.

Epiphyllum Hybride ‘First Prom’ ©Helga und Michael Januschkowetz


So auch wieder geschehen am 16. April 2021.
Dieses Mal stellte uns in seinem Online-Vortrag, Frank Süppli, die bunte Welt der epiphytischen Kakteen vor.
An Hand von vielen historischen und auch eigener Hybridzüchtungen konnten wir die Vielfalt dieser faszinierenden Blütenwunder bestaunen.
Frank hat genügend Erfahrungen auf diesem Gebiet erlangt, durch die Führung einer Großgärtnerei (E.P.R.I.C. Stiftung) in den Niederlanden, die sich auf diese Pflanzen spezialisiert hat.

Epiphyllum Hybride ‘King Midas’ ©Helga und Michael Januschkowetz


Er begann seine Präsentation mit der Vorstellung der Urväter dieser Hybriden Züchtungen: Curt Knebel, Kurt Petersen und Helmut Paetzold, die maßgeblich einen Grundstock für die heutige Weiterentwicklung dieser Kakteen legten.
Die Farbenvielfalt kennt fast keine Grenzen, aber nicht nur an der Farbe und Größe der Blüte, sondern auch an der Pflanzengröße wird gezüchtet. So gibt es zwischenzeitlich schon Exemplare die nur noch 15 bis 30 cm hoch werden. Was den Sammlern dieser Gattung sehr zu Nutzen kommt, da die früheren Exemplare manchmal bis zu 2 m Länge erreichten. Und somit die Platzprobleme mit diesen auch als Blattkakteen bezeichneten Pflanzen, schon vorprogrammiert war.
Selbstverständlich wurden viele Tipps zur Pflege beigesteuert und die Schädlinge incl. ihrer Beseitigung erläutert.

Epiphyllum Hybride ‘Queen Ann’©Helga und Michael Januschkowetz


Es war wieder ein sehr schöner Vortrag, was auch durch die fast 30 Teilnehmer an diesem Abend betont wurde.
Nach etwa 2 Stunden waren dann alle Fragen beantwortet und jeder freut sich schon, wenn es im nächsten Monat heißt:
‘Bei den Kakteenfreunden Darmstadt, gibt es wieder einen ZOOM Vortrag’.
Und hier noch die Bezugsquelle von Frank Süppli’s tollen Epis

 

Pleiospilos nelii

Währen alle Pleiospilos im Herbst blühen erfreut uns die Art nelii auch
´Lebender Granit` genannt, im zeitigen Frühjahr mit seiner Blüte.

Pleiospilos nelii in Blüte ©Kaktusmichel.de

Der Name Pleiospilos setzt sich aus den griechischen Worten Pleio für viele und pilos für Flecken zusammen. Nelii nach Prof.G.C.Nel nach dem die Pflanze 1930 beschrieben wurde.
Die Gattung Pleiospilos gehört zu den Mesembryanthemaceae / Aizoaceae sie öffnet am späten Nachmittag, schließt aber abends wieder.
Ihre zart duftende Blüte öffnen dann noch 2-3 Tage ehe sie verblüht.

Verblühte Pleiospilos nelii©DornenProjekt.de

Der Naturstandort ist in der lichten Karoo Steppe an der Grenze zwischen West-und Ostkap. Sie treten meist in kleinen Populationen oder vereinzelt über die Steppe verstreut auf. Sie stehen in semi-ariden Gebieten, mit einer Niederschlagsmenge von 150 bis 300 mm Regen pro Jahr. Der meiste Regen fällt am Standort im Sommer und nur gelegentlichen im Winter.
Das bedeutet für Deutschland wir gießen auch im Winter und über Sommer etwas sparsamer.

Pleiospilos nelii mit Knospe©DornenProjekt.de

Die Pflanzen sind leicht aus Samen zu ziehen aber auch eine Teilung von Gruppen ist möglich. Substrat sehr durchlässige Erde mit höherem Sandanteil.

Ruschia gemina

Ruschia gemina kommt aus der Gruppe der Mesembryanthemum und der Aizoaceae-Familie.
I
m allgemeinen Sprachgebrauch werden sie als Mittagsblumengewächse bezeichnet.
Die Erstbeschreibung erfolgte 1927 von L. Bolus als Cerochlamys gemina.

Ab 1929 führt man diese Gattung unter Ruschia.
Der Artname gemina bedeutet doppelt oder zweifach, was wahrscheinlich wegen der sich paarweise gegenüberstehenden Blätter gewählt wurde.

Ruschia gemina ©Kaktusmichel.de

 

Der Erstfund stammte aus Südafrika, in der Karoo bei Rooihoogte, zwischen Ladismith und Lainsburg.
Dort wachsen sie in trockenen bis halbtrockenen Gebieten.
Die Gattung Ruschia, benannt nach einem namibischen Bauern, ist sehr groß, etwa 216 Arten zählen zu ihr. Je nach der Wuchsform, der Blüten oder der Samenkapseln werden sie in verschiedenen Untergattungen gegliedert.
Es sind Arten darunter die bis zu 1,5 m hoch werden, aber manche bilden auch nur ganz flache Polster aus.
Auffallend sind die holzigen Wurzeln, die immer fast vertrocknet aussehen.
Auch die Zweige neigen dazu rasch zu verholzen. Im unteren Bereich trocknen die sukkulenten Blätter stark aus aber bleiben fest mit der Pflanze verbunden.

Ruschia gemina©Kaktusmichel.de

 

In der Gattung variieren die Blüten von weiß über rosa bis lila.
Bei der vorgestellten Art ist es eine schöne fliederfarbe.
Die Blüten sind mehrere Tage geöffnet und werden von Tag zu Tag größer.
Ein Gattungsmerkmal sind die dreieckigen Blätter und die vielen transparenten Punkte auf der Epidermis.
Die Früchte sind holzige Kapseln mit 5 oder 6 Kammern, die erst öffnen, wenn Wassertropfen auf sie fallen, wie wir sie auch bei anderen Aizoaceen kennen.
Da sie im Winterregengebieten vorkommen blühen sie bei uns im Februar/März.
Vermehrung über Stecklinge oder Samen.